Monatsarchiv für Juli 2008

30.7.08 - Son of Rambow

Donnerstag, den 31. Juli 2008

Was für ein unwitziger, vorhersehbarer und rührseliger Kitsch. Was hätte man nur alles aus der Idee machen können? Statt einer geistreichen Persiflage von Rambo First Blood bekommt man ein auf Indie getrimmtes Massenkino, das konservativer und stocksteifer kaum inszeniert sein könnte. Die dröge musikalische Untermalung, bedeutungsschwere Kamerfahrten und jede Menge stumpfer Slapstick machen Son of […]

27.7.08 - Roman Polanski: Wanted and Desired

Mittwoch, den 30. Juli 2008

Spannender Einblick in einen Skandal der Hollywood Ende der 70er Jahre erschüttert hat, bis zum heutigen Tage als ungelöst gilt, und selbst 30 Jahre später immer noch viel Raum für Interpretationen und Spekulationen über die involvierten Personen, die Medien und das Rechtssystem zulässt. Anhand zahlreicher Zeitungsschnipsel, Interviews und Filmausschnitte gelang Marina Zenovich eine lebendige Dokumentation […]

27.7.08 - It Happened One Night

Dienstag, den 29. Juli 2008

“Holy jumping catfish. You drive a guy crazy!”
Tolle romantische Komödie mit einem gut aufgelegten Clark Gable und einer erfrischenden Claudette Colbert. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern ist hervorragend - der Film strotzt nur so vor screwballverdächtigen Momenten und aberwitziger Situationskomik, und bringt zudem auch noch ganz beiläufig einen Kommentar zur sozialen Lage Amerikas und zum […]

26.7.08 - Doomsday

Montag, den 28. Juli 2008

Neil Marshall feilt an seinem Ruf als One-Hit-Wonder: konnte er bisher nur mit seinem gelungenen Höhlen-Horror The Descent für Wirbel sorgen, so ist er mit seinem dritten Film, Doomsday, bereits jetzt schon am vorzeitigen Tiefpunkt seiner noch jungen Karriere angekommen. Doomsday stellt nämlich lediglich ein müder Aufguss und dreister Ideenklau aus Mad Max, Escape from […]

26.7.08 - The 39 Steps

Sonntag, den 27. Juli 2008

Einer der früheren Hitchcocks, den er noch in England drehte. Man sieht dem Film sein geringes Budget in einigen Szenen zwar deutlich an, dafür kann man aber auch schon viele seiner erzählerischen Qualitäten, vor allem auf bildlicher Ebene, ausmachen. Der Einstieg in 39 Steps geriet dennoch etwas holprig - nicht nur durch die hoffnungslos überforderte […]

26.7.08 - Faust - Eine deutsche Volkssage

Samstag, den 26. Juli 2008

Die im Jahre 1997 restaurierte Fassung, welche damals für den deutschen Markt vorgesehen war, dauert knapp 2 Stunden und ist wohl auch die Version die Murnaus künstlerischer Vision am nächsten kommt (man weiss inzwischen ja dass ingesamt fünf verschiedene Versionen, mit teilweise gravierenden Längen- und Einstellungsunterschieden, existieren - stets basierend auf den zwei Basis-Negativen, der […]

24.7.08 - Crippeled Avengers

Freitag, den 25. Juli 2008

Herrlich skurrlies Kung-Fu Spektakel aus dem Hause Shaw. Crippeled Avengers strotzt nur so vor Ideenreichtum, und geizt zu keiner Sekunde mit fantasie- vollen, vor bunt ausstaffierten Kulissen kunstvoll in Szene gesetzten Kampf- sequenzen zwischen rachesüchtigen Krüppeln, Schwachsinnigen und Kung-Fu Grossmeistern. So abrupt der Film anfängt, so abrupt hört er nach dem Triumph über den Endgegner […]

20.7.08 - What Ever Happened to Baby Jane?

Montag, den 21. Juli 2008

“Someday it’s going to be you that’s getting all the attention.”
Ab und an gibt es Filme, und zwar meistens dann wenn man sie am wenigsten erwartet, die einen eiskalt überrumpeln. What Ever Happened to Baby Jane ist einer dieser Sorte. Robert Aldrichs Film gleicht am ehesten einer kongenialen Mixtur aus einer ordentlichen Portion Billy Wilders […]

18.7.08 - Trafic

Freitag, den 18. Juli 2008

Filmreihe Jaques Tati (#5):

Tati am Ende seiner Kräfte und Karriere - nach dem finanziellen Desaster seines unwiederstehlichen Meisterwerkes Play Time hatte er für seinen letzten Spielfilm fast alle Kreativität bereits verbraucht. Zwar schimmern auch in Trafic immer wieder grossartige Szenen und Momente durch, von denen seine vorherigen Filme ja nur so sprühten, doch wirken diese […]

15.7.08 - Un flic

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Filmreihe: Jean-Pierre Melville (#2):

Atemberaubende Einleitung, mittelmässiger Hauptteil, schöner Schluss: die stilistisch überragende Inszenierung und Ausstattung, die Farbgestaltung bei der triste Blau- und Grautöne dominieren, und die wunderbare Noir-Tonalität in der Erzählung lassen doch so manchen Mangel in der Charakterisierung der Figuren und deren Beziehungen leicht vergessen machen. Das stummfilmartige Arrangement, welches nur in einigen wenigen […]