10.3.08 - The Mist

Was anfangs noch nach einem recht schnöden CGI-Monster-Gruselfilm aussieht, entpuppt sich im Verlaufe der Handlung immer mehr als eine, für den Genrefilm psychologisch doch recht tiefgründige Studie über das Verhalten von Menschen in Extremsituationen, und insbesondere die Vermarktung und Auswirkung extremer religiöser Ansichten in krisenähnlichen Zuständen und der grossen Angst vor dem Unbekannnten. Sicherlich findet dieser Diskurs hier nur an der Oberfläche statt, wird immer wieder von den typischen Horrorsequenzen unterbrochen, funktioniert angesichts der Gesamtwirkung des Films als apokalytisches Endzeitszenario jedoch erstaunlich gut: The Mist ist effezientes Horrorkino mit Tiefgang, äusserst atmosphärisch inszeniert, kammerspielartig minimalistisch, und nicht zuletzt mit einem derat finsteren, pessimistischen Finale garniert wie man es vom Mainstreamkino so wohl niemals erwarten würde: nach all dem monstermässigen Grusel lauert der wahre Horror nämlich im Zwischenmenschlichen, der einem dann auch noch den letzten kümmerlichen Rest an Boden eiskalt unter den Füssen wegzieht.

Einen Kommentar schreiben